Erzählte Geschichte

Hans Henning Balk-Rothgänger: Der weite Weg – Von Gumbinnen in
Ostpreußen nach Hamburg, ISBN 978-3-937617-37-4, Taschenbuch, zahlreiche Abbildungen, 160 Seiten

Der Autor Hans Henning Balk-Rothgänger, Jahrgang 1925, blickt nicht nur weit in seine eigene Vergangenheit zurück. Weil er in einer einzigartig engen Beziehung zu seinem Großvater aufwuchs, kann er aus einer Epoche berichten, aus der es heute keine Zeitzeuge mehr gibt. Sein Bericht reicht in die Zeit vor der Jahrhundertwende zurück und führt den Leser in eine Welt, in der man noch Wölfe fürchten musste und der Krieg allgegenwärtig war. Aber es war auch eine Welt, in der Heimat und Familie einen hohen Wert besaßen.

Tibor Blech: Wege des Einzelkämpfers, ISBN 978-3-937617-34-3, Festeinband, zahlreiche Abbildungen, 186 Seiten

Tibor Blech wuchs in einer kleinen Stadt in der Slowakei auf. Nahezu seine ganze Familie wurde durch die Nazis ermordet. Nach seinem Medizinstudium in Prag  gelang ihm während des Prager Frühlings die Flucht in den Westen, wo er sich als Arzt niederließ.
»Ich bin mir darüber im Klaren, dass diese Biographie nichts Einmaliges ist. Es gibt viele, zu viele, die Gleiches oder Ähnliches überlebt haben. Die Verfolgung, die erste Nazizeit, die kommunistische Diktatur und dann die zweite Nazizeit geben meinem Leben den besonderen Stempel.
Es mag viele Leute in diesen Zeiten schlimmer getroffen haben, aber das Hemd ist näher als die Jacke. Was ich erleben musste, hat nur mir wehgetan. Mein Schmerz ist meiner geblieben, so wie meine Freude mir vorbehalten ist.«

Conny Cramer: Conny & Kai, ISBN 978-3-937617-32-9, Festeinband, 131 Seiten

»Heute möchte ich irgendetwas unternehmen. Doch was mache ich allein? Zu zweit würden mir eine Menge Dinge einfallen. Vielleicht könnte ich ein Inserat aufgeben. Ja! Das ist es. Wir haben heute Freitag, kurz vor zwölf. Also noch wenige Minuten, um bei der Tageszeitung eine Annonce zu schalten.« Damit fängt sie an, die Romanze zwischen Conny und Kai. Ganz alltäglich, und doch zauberhaft in den kleinen Gesten und den großen Gefühlen. Und Aline, die Westi-Hundedame, ist immer mit von der Partie. Und weil die Liebe durch den Magen geht, verwöhnt Conny ihren Kai mit herzhaften Gerichten und köstlichen Leckereien. Ein Buch zum Lesen und Nachmachen.
Conny Cramer lebt in Lübeck. An das Glück in der Liebe mochte sie kaum noch glauben. Und doch kam es zu ihr, weil sie etwas dafür tat: Sie suchte und sie kochte. Beides hat geholfen, sie und Kai zusammenzuführen.

Walter W. A. Gerber: Weltenbummler mit Heimweh, ISBN 978-3-937617-42-8, Taschenbuch, zahlreiche Abbildungen, 170 Seiten

Sein Leben lang ist Walter W. A. Gerber rastlos geblieben. Darin war er seinen Vorfahren gleich, denn seine Großeltern kamen einst als Schweizer nach Ostpreußen. Auch sein Vater blieb mit der Familie nie lange an einem Ort. Am Ende des Zweiten Weltkrieges musste die Familie aus Ostpreußen fliehen und ging zurück in die Schweiz. Doch schon bald packte den Autor das Fernweh. Und obwohl er alle Kontinente kennen lernte, die Sehnsucht nach seiner Heimat begleitete ihn auf Schritt und Tritt. Mit Macht zog es ihn nach Ostpreußen zurück, bis er sich eines Tages seinen großen Herzenswunsch erfüllen konnte.


Jürgen Höhle: Die verfluchten Jahre meines Lebens, ISBN 978-3-937617-27-5, Taschenbuch, 170 Seiten

Jürgen Höhle wurde im Jahr des Aufstandes 1953 in der DDR geboren. Seine Mutter gab ihn ins Heim und flüchtete. Bis heute sind viele Fragen für den Autor unbeantwortet.
»Meine Mutter war fort. Ich war in ein Säuglingsheim abgegeben worden. Sonst war niemand für uns kleinen Geschöpfe da, außer der Staat, der uns nun ernährte. Warum ich in einem Heim gelandet bin, konnte ich nie erfahren. Niemand gab mir eine Antwort darauf. Auf jeden Fall war ich nun zum Eigentum des Staates geworden.

Bruno Stephan: German Girl Bruno, ISBN 978-3-937617-03-9, Taschenbuch, 230 Seiten

Bruno Stephan wächst heran in einer martialischen Welt: Soldaten, Arier, Herrenmenschen. Aber er trägt lieber Frauenkleider. Das kraftstrotzende Deutsche Reich hat keinen Platz für Weichlinge. Um sich selbst zu beweisen, dass er kein Schwächling ist, heuert er als Maschinist und Heizer auf einem Dampfer an. Er wird zäh und kräftig und lebt beide Seiten aus – als transsexuelle Hure: In jedem Hafen eine Braut, in jeder Bar einen Steward. Ein erstaunliches Buch, das Transsexualität vor einem selten beleuchteten, historischen Hintergrund betrachtet.

Alfred Wiechmann: Ostpreußische Collage, ISBN 978-3-937617-38-1, Festeinband, zahlreiche Abbildungen, 121 Seiten

Wie war das, wenn man in seinen Parezkes mit einem Dittchen losgeschickt wurde, um Fackepuster zu holen? Oder gar am Krengel herumgeschleudert wurde? Vertrug man danach noch einen Meschkinnes oder Pillkaller?
In kleinen Anekdoten hat der Autor Alfred Wiechmann festgehalten, wie das Leben im Kreis Tilsit-Ragnit in Ostpreußen verlief. Die Jahreszeiten gaben den Rhythmus vor, auf anstrengende Arbeit folgten fröhliche Feste, Althergebrachtes vermischte sich mit Übernatürlichem. Und manchmal gewinnt man den Eindruck, dass trotz des harten Alltags mehr gelacht wurde.

Alfred Wiechmann wurde 1921 in Ostpreußen geboren und wuchs in Petratschen auf dem Hof seiner Eltern auf. Und wenn es damals auch die Unterhaltungsmöglichkeiten unserer Tage nicht gab, im Dorf und in der Schule war immer was los.Es war eine Welt im Wandel, die mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges unterging und die der Autor noch einmal wach werden lässt.
Hilda Lentz: Ostpreußen unvergessen, ISBN 978-3-937617-01-5, Festeinband, 196 Seiten

Hilda Lentz erzählt uns aus ihrem Leben als Kind im Memelland. Es sind Geschichten, die uns den ostpreußischen Menschenschlag näher bringen, mit seinen Charaktereigenschaften und liebenswerten menschlichen Schwächen. Die Autorin berichtet stellvertretend für viele Menschen einer Generation, die durch den Krieg nicht nur der Heimat beraubt wurden, sondern auch vieler persönlicher Träume.

Trotz schwieriger Zeiten ist es Hilda Lentz gelungen, mit viel Optimismus das Leben zu meistern. Hamburg wurde im Laufe der Jahre eine zweite Heimat für sie. Die stille Sehnsucht nach Ostpreußen wird ab und zu mit einer Tour an die Ostsee beschwichtigt. Die Wellen der Ostsee sind für sie die Brücke zur alten, verlorenen Heimat. Das Buch entstand auf der Grundlage eines Manuskriptes, das uns die Hamburger Autorin als Datei vorgelegt hat. Den Umschlag mit den für Ostpreußen typischen Wolkenbildungen hat sich die Autorin gewünscht.

Werner Woltmann: Durchhalten! Nur nicht aufgeben! – Der Kampf ums Leben an der Ostfront und in der Kriegsgefangenschaft, Festeinband, 180 Seiten

Der Blutzoll war hoch: Nur der Autor und drei seiner Kameraden haben die 3. Kompanie des Sturmbataillon 18 von der Aufstellung bis zur Kapitulation überlebt. In den Kämpfen vor Leningrad und vor allem in den Kurlandschlachten hat Werner Woltmann hundertfaches Sterben miterlebt – in den eigenen Reihen und unter den Soldaten der Roten Armee. Und wer den Krieg überlebt hatte, musste in der Kriegsgefangenschaft weiter um sein Leben kämpfen. Jeden Tag. Ohne zu wissen, wann der letzte Tag kommen würde. »Scora damoj – es geht nach Hause!«, hieß es oft. Es blieb eine Lüge.

Werner Woltmann, Jahrgang 1923, beschreibt ohne Pathos den Krieg, der nicht sein Krieg ist, und den er trotzdem kämpfen muss. Er hat durchgehalten, hat Krieg und Gefangenschaft überlebt. Nun erinnert er sich und uns daran.

Erwin Goldberg: Wirbelstürme des Schicksals, ISBN 978-3-937617-23-7, Broschur, 207 Seiten

Erwin Goldberg, geboren 1913 in Berlin, erlebte die Schreckensjahre des Nationalsozialismus. Er ist der einzige Überlebende seiner Familie. Nur mit großem Glück gelang ihm 1938 die Flucht über Mailand nach Argentinien.
Dort zog es ihn in den dünn besiedelten Norden. Er gründete eine Schule und unterrichtete Hunderte von Kindern, ging dann nach Buenos Aires, wirkte zunächst als Kantor in der jüdischen Synagoge und später als Lehrer an der Pestalozzi-Schule. 1973 kehrte er nach Berlin zurück, legte mit 60 Jahren das zweite Staatsexamen ab und unterrichtete noch einige Jahre. Seit 1988 arbeitet er als freier Journalist.

Der Tagesspiegel: »Das Werk beschreibt fürwahr ein Leben in bewegten Zeiten.«

Berliner Zeitung: »Ein Leben als Wandler zwischen den Welten.«

Weitere Informationen unter www.tagesspiegel.de/berlin/Buecherverbrennung;art270,2528442

Oskar Schrod: Wer niemals Hunger litt, ISBN 978-3-937617-06-0, Taschenbuch, 178 Seiten

Der Autor berichtet über harte Hungerzeiten, die er als Kind erlebte, erzählt aber auch vom Leben auf dem Lande, schönen Landschaften und dem Dorfalltag. Die Familie hat Glück: Alle überleben den Krieg, wenn auch mit schlimmen Erlebnissen. Im Westen fängt die Familie von vorne an. Prägend war für Oskar Schrod aber seine Kindheit und Jugend in Pommern, die ihn nie den Wert eines Brotes vergessen ließ.

Oskar Schrod wurde 1926 in Reddies, Pommern geboren. Er war das fünfte von zwölf Kindern. Die Armut seiner Jugend hat sein Leben geprägt.

Wilfried Rosocha: Trotz allem: Ich hab Glück gehabt, Festeinband, 203 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Privatedition

Wilfried Rosocha war 17 Jahre alt, als der Zweite Weltkrieg endete. Bis dahin hatte er als Marinehelfer gedient, war als Soldat verwundet worden, hatte die Kriegsgefangenschaft überstanden und seine Heimat Ostpreußen verloren. Im Westen bereitete er – auf sich allein gestellt – die Zusammenführung der Familie vor, was glücklich gelang.
Überhaupt berichtet der Autor trotz des Verlustes der Heimat oft von dem Glück, das er im Leben hatte – so, als hielte jemand die Hand über ihn. Und daher kann Wilfried Rosocha heute dankbar auf sein Leben zurückschauen.

Wilfried Rosocha wurde 1928 in Ostpreußen geboren und wuchs in Spirgsten bei Lötzen in Masuren auf dem Hof seiner Eltern auf. Fast noch ein Kind, wurde er eingezogen, im Häuserkampf verwundet und geriet in amerikanische Gefangenschaft. Mit dem Ende des Krieges verlor er seine Heimat. Aber er fand sich schnell in die neue Umgebung ein und wurde in Niedersachsen heimisch. Seine ostpreußische Heimat aber hat er nie vergessen.

Eleonore Zimmermann: Erinnerungen an Westpreußen – Meine Heimat Tuchel, Festeinband, 122 Seiten, Privatedition

Das Leben auf dem Land war durch harte Arbeit geprägt. Wir lebten mit der Natur, denn die Jahreszeiten bestimmten das Dasein. Fernsehen gab es noch nicht und nur wenige Dorfbewohner hatten einen Telefonanschluss, so dass man – nach heutigen Maßstäben – nicht viel Freizeitvergnügen hatte. Wir gingen vielleicht zweimal im Jahr ins Kino. Das konnten wir allerdings nur im Herbst, da sonst keine Zeit dafür war. Tanzveranstaltungen sagten mir nicht zu. Ich hatte daran kein Interesse. Mir machte die Landwirtschaft Spaß, viel mehr Spaß als Hausarbeiten. Ich begleitete meinen Vater häufig und lernte schon früh von ihm.


Gisela von Hake: Von Ost nach West, Festeinband, 129 Seiten, Privatedition

Es sollte immer das Bestreben eines jeden Menschen sein, im Leben etwas zu leisten, um nicht umsonst auf der Welt gewesen zu sein. Niemand sollte denken: Der liebe Gott ernährt mich schon! Getreu meiner Devise setzte ich meine Kraft ein, um den Besitz zu erhalten, und ich habe es gern getan. Nun blicke ich auf ein langes und bewegtes Leben zurück. Es gab Höhen und Tiefen, die mich prägten. Aus allem, was mir widerfuhr, ging ich jedoch gestärkt hervor. Ich bin im Grunde ein positiver Mensch und mir ist klar: Unser Gut in Pommern gehört uns nicht mehr. Und doch ist diese Landschaft etwas, das man in sich fühlt.

Gisela von Hake wurde in Pommern geboren und wuchs in Hohen-Scharsow auf dem Gut der Eltern auf. Es war eine behütete Welt in wunderbarer Natur, mit Dienerschaft und Jagden, aber auch mit festen Regeln. Der Krieg änderte alles. Die abenteuerliche Flucht verschlug die Autorin und ihre Familie ins Weserbergland, wo sie heute lebt.